Posts By Stefan Ebert

Schottland im Februar

Ende Februar war ich mit mit Ralf von quantum-locked.net in Schottland. Im Winter war ich noch nie dort gewesen und wie sich herausgestellt hat, völlig zu unrecht. Schottland im Winter ist auf jeden Fall eine Reise wert. Sehr viel Sonne sollte man aber nicht erwarten, oder wir hatten einfach etwas Pech. Es war auf jeden Fall gut, reichlich Wechselklamotten mitzunehmen. Begonnen haben wir in Edinburgh. Nach der Übernahme des Mietwagens ging es zur Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth, einer beeindruckenden Stahlkonstruktion aus dem Jahr 1890:

Von dort fuhren wir an die Westküste, in das verschlafene Nest Torridon. Im Süden liegt die Halbinsel Applecross, im Norden geht es nach Ullapool und alles dazwischen ist großartige Landschaft:

Eine Besonderheit sind die einspurigen Landstraßen mit vielen Ausweichstellen. Viel Verkehr ist aber nicht – man kann sehr entspannt fahren. Auch Ullapool erweckt nicht den Eindruck einer geschäftigen Kleinstadt. Dabei gehen von hier die Fähren auf die Inseln der Outer Hebrides. Als wir da waren, war aber weder auf den Straßen, noch im Hafen was los, vielleicht lag es an einem Sturm, der grade übers Meer gepustet ist. Wer mag kann versuchen, den gälischen Straßennamen laut zu lesen:

Über einen hohen Bergpass ging es am dritten Tag zum Kyle of Lochalsh auf die Insel Skye, die hier am Horizont zu erkennen ist. Kaum zu glauben, wie schnell hier das Wetter zwischen Regen und Sonne wechselt. Und wer nicht aufpasst wird vom Wind weggepustet.

Am Kyle of Lochalsh haben wir noch den Abstecher zum vielleicht bekanntesten Schloss in Schottland gemacht:

In Schottland kommt jeder Naturliebhaber auf seine Kosten: wir konnten u.a. See- und Steinadler beobachten, Wanderfalken, Stern-, Pracht- und Eistaucher und natürlich jede Menge Hirsche:

Auf Skye konnte ich was tolles fotografieren: den Sonnenschein eines ganzen Tages auf einem Bild:

Oder war es das Auge von Mordor, dass da durch die Wolken blinzelt? Hier waren wir auf jeden Fall sehr nass und durchgefroren. Aber schon am nächsten Tag war es besser, da waren wir dann nur noch nass – denn dank strammen Wandertempos war uns nicht kalt. Aber Regen können sie da oben in Schottland.

Auf dem Rückweg sind wir dann über Fort William gefahren. Dort steht der Ben Nevis, der höchste Berg des Vereinigten Königreichs. Wir haben ihn leider nicht gesehen, weil – ihr ahnt es schon – Regen, Wolken, … Unterwegs stand dieses Denkmal für britische Soldaten, die in den Highlands auf ihren Kriegseinsatz im Zweiten Weltkrieg vorbereitet wurden. Bei dem Wetter im Winter war das sicher kein Vergnügen. Ich hoffe wirklich sehr, dass sowas nie wieder nötig sein wird!

Im Glencoe und im Rannoch Moor ist es dann doch noch passiert: wir hatten Sonne! Leider mussten wir an dem Tag nach Edinburgh zurück und konnten nicht wandern gehen. Ein paar Bilder sind aber dennoch entstanden. Die Bilder dazu findet ihr in der Galerie, dort auf “Reisen” klicken. Zum Abschluss hier noch ein Bild von einem Einwohner der zahlenmäßig stärksten Bevölkerungsgruppe in den Highlands – er war sehr nass, das schien ihn aber nicht zu stören:

Fazit: Schottland im Winter mache ich gerne wieder mal.

Südafrika 3 – Löwen

Löwen gehören natürlich zu den Tieren, die man gerne in Afrika sehen möchte – und in den Südafrikanischen Nationalparks ist das recht gut möglich. Eine besonders schöne Beobachtung gelang uns im Norden des Krügerparks: noch in völliger Dunkelheit waren wir aus dem Camp ausgefahren und hatten bereits nach wenigen hundert Metern ein Rudel Löwen neben der Straße entdeckt. Unser Stop hat schnell weitere Autos zum halten veranlasst und deshalb ist auf dem ersten Bild noch die Beleuchtung eines Autoscheinwerfers zu sehen:

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Das Rudel hatte in der Nacht Jagderfolg gehabt. Der Hunger war wohl schon gestillt, aber es wurde noch fleißig auf Haut und Knochen herum gekaut. Im Hintergrund schlichen Schakale durchs Gebüsch, in der Hoffnung auf einen schnellen Happen. Sie waren recht nah an den Löwen – was die nicht zu stören schien. Anders dagegen die Hyänen. Da reagierten die Löwinnen sofort. Klar: Hyänen töten Löwenbabys, wenn sie können. Deshalb hielten sich die Krummrücken im Hintergrund und waren stets auf der Hut:

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Irgendwann kam die Sonne über den Horizont: perfekt, von uns gesehen, genau hinter dem Rudel:

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Irgendwann waren wohl alle Löwen satt und selbst die Kleinen hatten genug mit den Beute-Resten gespielt. Die Schakale waren die Ersten, die sich jetzt einen Anteil sicherten. Die Hyänen waren noch sehr zurückhaltend.

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Aber nachdem die Katzen sicher fort waren, konnten sie sich ebenfalls Frühstück holen – und damit verzogen sie sich auch sofort:

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Von einer wenig romantischen Begegnung unter Löwen konnte dann das Gesicht dieses Paschas erzählen: eine klaffende Wunde unter dem Auge und ein steter Blutfluss aus dem Maul lassen auf einen verloren Kampf um das Harem schliessen. Er rief sehr leise. Wohl um den oder die neuen Chefs nicht nochmal zu provozieren, aber vielleicht doch in der Hoffnung auf treue Damen. Der Arme zog vor unserem Auto hin und her und war offensichtlich total von der Rolle (Hluhluwe-Park):

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Südafrika 2 – Krügerpark

Wer auf Tier-gucken steht, der wird in den Nationalparks im südlichen Afrika auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Wir waren eine Woche im Krüger unterwegs und alle gesehenen Tier hier zeigen zu wollen, würde den Blog sprengen.

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Natürlich sind alle die Tiere zu sehen, die wir in Afrika erwarten: Elefanten, Büffel und co. Ich finde aber, man muss den unscheinbaren Arten genauso Aufmerksamkeit schenken. Auf einer Brücke saßen diese Schwalben und hatten Pause – deswegen sind sie auch nicht weggeflogen.

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Neu waren für mich die typischen Arten am und im Wasser – Krokodile und Hippos. Die kannte ich bislang nur aus dem Zoo, da ich in Afrika bis jetzt immer in Namibia war – und dort vor allem in der Wüste.
Dann gibt es natürlich Arten, da braucht es ein wenig Glück, um sie zu sehen, denn sie sind einfach selten, scheu oder beides:
Southern Groundhornbill (selten, aber nicht sehr scheu).

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Und dann freuen noch Beobachtungen, mit denen man gar nicht rechnent, wie diese Civet (eine Marderart) – die nur nachtaktiv ist und uns hier im allerletzten Tageslicht vor die Linse gelaufen ist:

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Hier mal noch ein paar weitere Bilder, damit Ihr einen Eindruck bekommt. Ein ganz besonderes Erlebnis hatten wir noch mit Löwen – davon berichte ich dann im nächsten Blogeintrag. Stay tuned.

ältere Beiträge, siehe unten

Südafrika 1

Im August war ich in Südafrika – um Urlaub zu machen und vor allem, um Lukas mal wieder zu sehen (dessen Afrika-Durchquerung ihr zum Teil auf seinem Blog nachlesen könnt: http://2-wheels-south.de). Der Erholung geht ja immer der Flug voraus – und das bedeutet für mich Holzbank-Klasse mit wenig Beinfreiheit. Der Nachtflug von München nach Johannesburg war entsprechend schlaflos. Nach der Landung natürlich erstmal auf das Gepäck warten. Das ging aber erstaunlich schnell.za1-1-von-8

Als erste Etappe war der Krüger-Nationalpark im Nord-Osten des Landes geplant. Den Weg dorthin haben wir in zwei Tagen eher gemütlich absolviert. Unterwegs haben wir uns u.a. den Blyde-Canyon angesehen. Am ersten Morgen haben wir am Pool des Campingplatzes auf den Sonnenaufgang gewartet:

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Lukas guckt schon mal nach den ersten Vögeln die da unterwegs sind – der Tageszeit nach müssen das diese “frühen Vögel” sein, die die Würmer fangen!

Nicht auf der Suche nach Würmern, sondern nach Nektar war dieses kleine Cape-White-Eye an den Blüten:za1-3-von-8

Blyde-Canyon ist eine traumhafte Berglandschaft mit der tiefen Schlucht, den bekannten “Three Rondavels” (Berge die so aussehen wie Rundhütten) und tollen Wandermöglichkeiten durch urwald-artigen Busch.za1-4-von-8

Und es gibt Wasser. Das ist durchaus was Besonderes! Sonst ist es nämlich ziemlich warm und sehr trocken.

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Den obligatorischen Sundowner haben wir mit Blick auf Canyon und Three Rondavels genossen.

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Am übernächsten Tag waren wir dann mit unserem VW-Polo Punkt 6.00 Uhr zur Park-Öffnung am Pafuri-Gate, dem nördlichsten Eingang in den Krüger-Park. Eine ganze Woche Krüger stand auf dem Zettel. Dazu gibt es dann mehr beim nächsten Blogeintrag…

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lichtwerts geht an den Start

Nach langer Zeit, viel Planung und letzlich der Hilfe meines Freundes Ralf von “quantum-locked.net” (Nochmal größten Dank an dieser Stelle) bin ich in das kalte Wasser gesprungen und habe meine Webseite lichtwerts.de gestartet. Noch ist hier gar nix fertig, eher alles noch provisorisch. Immerhin habe ich den Serverplatz gemietet, WordPress aufgesetzt, erste Inhalte eingebaut, ein Theme gewählt und bis jetzt hat alles geklappt: die Seite ist sichtbar und ich habe das weltweite Netz nicht gelöscht 🙂

Und jetzt also auch mein erster Blogeintrag. Heute nur Text, ab demnächst wird es hier Neues aus meiner Kamera geben.
Bis dahin gibt’s noch viel zu tun. Die Seite sieht noch nicht ansatzweise so aus, wie ich mir das vorstelle.
Espresso-Maschine an, es geht los!