Schottland im Februar

Ende Februar war ich mit mit Ralf von quantum-locked.net in Schottland. Im Winter war ich noch nie dort gewesen und wie sich herausgestellt hat, völlig zu unrecht. Schottland im Winter ist auf jeden Fall eine Reise wert. Sehr viel Sonne sollte man aber nicht erwarten, oder wir hatten einfach etwas Pech. Es war auf jeden Fall gut, reichlich Wechselklamotten mitzunehmen. Begonnen haben wir in Edinburgh. Nach der Übernahme des Mietwagens ging es zur Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth, einer beeindruckenden Stahlkonstruktion aus dem Jahr 1890:

Von dort fuhren wir an die Westküste, in das verschlafene Nest Torridon. Im Süden liegt die Halbinsel Applecross, im Norden geht es nach Ullapool und alles dazwischen ist großartige Landschaft:

Eine Besonderheit sind die einspurigen Landstraßen mit vielen Ausweichstellen. Viel Verkehr ist aber nicht – man kann sehr entspannt fahren. Auch Ullapool erweckt nicht den Eindruck einer geschäftigen Kleinstadt. Dabei gehen von hier die Fähren auf die Inseln der Outer Hebrides. Als wir da waren, war aber weder auf den Straßen, noch im Hafen was los, vielleicht lag es an einem Sturm, der grade übers Meer gepustet ist. Wer mag kann versuchen, den gälischen Straßennamen laut zu lesen:

Über einen hohen Bergpass ging es am dritten Tag zum Kyle of Lochalsh auf die Insel Skye, die hier am Horizont zu erkennen ist. Kaum zu glauben, wie schnell hier das Wetter zwischen Regen und Sonne wechselt. Und wer nicht aufpasst wird vom Wind weggepustet.

Am Kyle of Lochalsh haben wir noch den Abstecher zum vielleicht bekanntesten Schloss in Schottland gemacht:

In Schottland kommt jeder Naturliebhaber auf seine Kosten: wir konnten u.a. See- und Steinadler beobachten, Wanderfalken, Stern-, Pracht- und Eistaucher und natürlich jede Menge Hirsche:

Auf Skye konnte ich was tolles fotografieren: den Sonnenschein eines ganzen Tages auf einem Bild:

Oder war es das Auge von Mordor, dass da durch die Wolken blinzelt? Hier waren wir auf jeden Fall sehr nass und durchgefroren. Aber schon am nächsten Tag war es besser, da waren wir dann nur noch nass – denn dank strammen Wandertempos war uns nicht kalt. Aber Regen können sie da oben in Schottland.

Auf dem Rückweg sind wir dann über Fort William gefahren. Dort steht der Ben Nevis, der höchste Berg des Vereinigten Königreichs. Wir haben ihn leider nicht gesehen, weil – ihr ahnt es schon – Regen, Wolken, … Unterwegs stand dieses Denkmal für britische Soldaten, die in den Highlands auf ihren Kriegseinsatz im Zweiten Weltkrieg vorbereitet wurden. Bei dem Wetter im Winter war das sicher kein Vergnügen. Ich hoffe wirklich sehr, dass sowas nie wieder nötig sein wird!

Im Glencoe und im Rannoch Moor ist es dann doch noch passiert: wir hatten Sonne! Leider mussten wir an dem Tag nach Edinburgh zurück und konnten nicht wandern gehen. Ein paar Bilder sind aber dennoch entstanden. Die Bilder dazu findet ihr in der Galerie, dort auf “Reisen” klicken. Zum Abschluss hier noch ein Bild von einem Einwohner der zahlenmäßig stärksten Bevölkerungsgruppe in den Highlands – er war sehr nass, das schien ihn aber nicht zu stören:

Fazit: Schottland im Winter mache ich gerne wieder mal.

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